X̄/R-Karte vs. I-MR-Karte — Welche Regelkarte für welchen Fall?
Beim Anlegen einer neuen Regelkarte stellen sich viele Qualitätsmanager die Frage: X̄/R-Karte oder I-MR-Karte? Die Antwort hängt von der Stichprobengröße ab.
Die Entscheidungsregel
| Stichprobengröße | Regelkartentyp | |---------|-------------| | n ≥ 2 (mehrere Messungen je Einheit) | X̄/R-Karte oder X̄/s-Karte | | n = 1 (Einzelmessung) | I-MR-Karte (Individuals/Moving Range) |
X̄/R-Karte: Für Stichproben
Wenn Sie pro Zeiteinheit mehrere Teile messen (z. B. 5 Teile pro Stunde), verwenden Sie die X̄/R-Karte:
- X̄-Karte: überwacht den Mittelwert der Stichprobe
- R-Karte: überwacht die Spannweite (Streuung) der Stichprobe
Typische Anwendungen: Maßhaltigkeit in der Serienfertigung, Gewichtskontrolle.
I-MR-Karte: Für Einzelmessungen
Wenn Sie nur eine Messung pro Zeiteinheit haben (teure Prüfungen, Batch-Prozesse, Einzelstücke), nutzen Sie die I-MR-Karte:
- I-Karte: überwacht den Einzelwert
- MR-Karte: überwacht den gleitenden Bereich (Moving Range zwischen aufeinanderfolgenden Werten)
Typische Anwendungen: Härtewerte, chemische Analysen, Zykluszeiten.
Praxisregel
Wenn Sie nicht sicher sind: Beginnen Sie mit n = 5 Teilen pro Stichprobe und der X̄/R-Karte. Sie erhalten statistisch zuverlässigere Kontrollgrenzen als mit Einzelwerten.
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