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SPC-Grundlagen

X̄/R-Karte vs. I-MR-Karte — Welche Regelkarte für welchen Fall?

·6 min Lesezeit

Beim Anlegen einer neuen Regelkarte stellen sich viele Qualitätsmanager die Frage: X̄/R-Karte oder I-MR-Karte? Die Antwort hängt von der Stichprobengröße ab.

Die Entscheidungsregel

| Stichprobengröße | Regelkartentyp | |---------|-------------| | n ≥ 2 (mehrere Messungen je Einheit) | X̄/R-Karte oder X̄/s-Karte | | n = 1 (Einzelmessung) | I-MR-Karte (Individuals/Moving Range) |

X̄/R-Karte: Für Stichproben

Wenn Sie pro Zeiteinheit mehrere Teile messen (z. B. 5 Teile pro Stunde), verwenden Sie die X̄/R-Karte:

  • X̄-Karte: überwacht den Mittelwert der Stichprobe
  • R-Karte: überwacht die Spannweite (Streuung) der Stichprobe

Typische Anwendungen: Maßhaltigkeit in der Serienfertigung, Gewichtskontrolle.

I-MR-Karte: Für Einzelmessungen

Wenn Sie nur eine Messung pro Zeiteinheit haben (teure Prüfungen, Batch-Prozesse, Einzelstücke), nutzen Sie die I-MR-Karte:

  • I-Karte: überwacht den Einzelwert
  • MR-Karte: überwacht den gleitenden Bereich (Moving Range zwischen aufeinanderfolgenden Werten)

Typische Anwendungen: Härtewerte, chemische Analysen, Zykluszeiten.

Praxisregel

Wenn Sie nicht sicher sind: Beginnen Sie mit n = 5 Teilen pro Stichprobe und der X̄/R-Karte. Sie erhalten statistisch zuverlässigere Kontrollgrenzen als mit Einzelwerten.

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