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SPC-Grundlagen

Western Electric Regeln — Praxisanleitung für Qualitätsmanager

·5 min Lesezeit

In der Fertigung sieht man sie täglich: Messpunkte in Regelkarten, die sich scheinbar zufällig bewegen. Aber nicht jede Auffälligkeit ist Zufall — und nicht jede Out-of-Control-Situation liegt außerhalb der Kontrollgrenzen.

Die 4 Western Electric Regeln (Zusammenfassung)

| Regel | Muster | Statistisch unwahrscheinlich bei | |-------|--------|----------------------------------| | 1 | 1 Punkt jenseits ±3σ | P = 0,27 % | | 2 | 9 Punkte auf einer Seite | P = 0,39 % | | 3 | 6 monoton steigende/fallende Punkte | P < 1 % | | 4 | 14 abwechselnd steigende/fallende Punkte | P < 1 % |

Praxisbeispiel: Regel 2 in der Metallbearbeitung

Ein Qualitätsbeauftragter sieht in der X̄-Karte 11 aufeinanderfolgende Punkte unterhalb der Mittellinie — alle innerhalb der Kontrollgrenzen. Kein Alarm? Doch: Regel 2 ist verletzt.

Ursache: Der Schneidwerkzeugradius hat sich durch Verschleiß minimal verändert. Der Durchmesser ist systematisch leicht zu klein — nicht genug, um die UCL/LCL-Grenzen zu überschreiten, aber statistisch signifikant.

Ohne WECO-Auswertung wäre dieser Trend unentdeckt geblieben.

Nelson-Regeln: 4 zusätzliche Muster

Die 8 Nelson-Regeln erweitern die WECO-Regeln um weitere Muster — unter anderem "15 Punkte innerhalb ±1σ" (Stratifizierung) und "8 Punkte ohne einen innerhalb ±1σ" (Mischprozesse).

QualityPilot prüft automatisch alle 8 Nelson-Regeln. Alle Regeln im Detail →

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