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Prozessfähigkeit

Cpk vs. Ppk — Was ist der Unterschied? (Praxisbeispiel)

·6 min Lesezeit

Stellen Sie sich vor, Ihr Qualitätsmanager kommt mit einem Cpk von 1,45 — und der Auditor vom Kunden fragt nach dem Ppk. Welchen Wert liefern Sie?

Das ist kein seltenes Szenario in der Fertigungsindustrie. Cpk und Ppk sind verwandte, aber verschiedene Kennzahlen.

Das Kurzfristig-Langfristig-Prinzip

Cpk misst die kurzfristige Prozessfähigkeit: Wie gut ist mein Prozess jetzt, unter stabilen Bedingungen? Er basiert auf der Streuung σ_kurz, die aus Stichproben-Spannweiten geschätzt wird.

Ppk misst die langfristige Prozessleistung: Wie gut ist mein Prozess über Wochen und Monate, wenn alle realen Schwankungen (Chargen, Schichten, Maschinenverschleiß) mitspielen? Er basiert auf der Gesamtstreuung σ_gesamt aller Messwerte.

Praxisbeispiel: Wellendurchmesser

Toleranz: Ø 20,00 ± 0,05 mm (LSL = 19,95, USL = 20,05)

| Kennzahl | Wert | Bedeutung | |---------|------|-----------| | Cpk | 1,52 | Kurzfristig: Prozess ist fähig | | Ppk | 1,18 | Langfristig: Knapp unter 1,33! |

Das Signal: Ihr Prozess kann die Toleranz einhalten — aber tut es langfristig nicht zuverlässig. Ursache könnte Werkzeugverschleiß oder Chargenunterschiede im Material sein.

Wann welche Kennzahl?

  • Cpk → laufende Produktion, SPC-Regelkarten, tägliche Überwachung
  • Ppk → PPAP-Einreichungen, Erstbemusterungen, Auditberichte

Im Wissensartikel zu Cpk vs. Ppk finden Sie die vollständigen Formeln.

Fazit

Beide Kennzahlen sind nötig. Wer nur Cpk meldet, versteckt möglicherweise langfristige Drifteffekte. QualityPilot berechnet beide automatisch — und markiert, wenn die Grenzwerte nicht erreicht werden.

Nächster Schritt

SPC automatisieren statt in Excel rechnen

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